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Unsere Heimat

Dorfgeschichten

Immer zum Ende eines Jahres erscheint das Dunninger Jahrbuch „Die Brücke“.

Hier findet man beim Lesen und Durchblättern Interessantes über Geschehnisse aus der Gemeinde, Berichte über aktuelle kommunalpolitische Themen sowie Erzählungen über Begebenheiten in den drei Ortsteilen.

 Auszüge aus dem Jahrbuch 2018

Müller Hydraulik (PDF)
50-jähriges Jubiläum der Kirchweihe in Dunningen (PDF)
150 Jahre Freiwillige Feuwehr in Dunningen (PDF)

Erworben werden kann das Jahrbuch beim Bürgerbüro Dunningen zu einem Unkostenbetrage in Höhe von 15,00 €.

Erfahren Sie mehr über die Historie von Dunningen, Lackendorf und Seedorf.
Die älteste Urkunde, die von Dunningen berichtet, stammt von 786. In diesem Jahr schenkte Graf Gerold der Jüngere seinen gesamten Besitz in "Tunningas" dem Kloster St. Gallen, mit Ausnahme der Kirche.

Dunningen war zunächst ein reichsunmittelbares Dorf mit eigenem Gericht. Im Jahr 1435 aber schworen die freien Angehörigen der Gemeinde, die Stadt Rottweil als Herrin anzuerkennen. Der Stadt stand nunmehr die hohe und niedrige Gerichtsbarkeit zu, währende die Gemeinde Schultheiß und Richter einsetzte. Der Dreißigjährige Krieg brachte vor allem im Jahr 1643 große Not über das Dorf, das hernach statt 103 nur noch 24 Bauernhäuser zählte. Auch 1736 und 1786 wurde der Ort von schweren Bränden heimgesucht.

Die Anfänge der Geschichte des Dorfes aber reichen weiter zurück, wie die keltischen Grabhügel auf Dunninger Markung beweisen (z.B. im Heckenwald). Auch die Römer siedelten hier, und eine Römerstraße führte von Rottweil über Dunningen zum Kastell nach Waldmössingen. Nach der Vertreibung der Römer besiedelten die Alamannen das Gebiet. Ein reich ausgestattetes frühmittelalterliches Grab einer adeligen Dame, das 1965/66 beim Umbau der Sankt-Martinus-Kirche gefunden wurde, bezeugt dies. Damals und in den folgenden Jahrhunderten war Dunningen Mutterpfarrei für die umliegenden Orte -vor dem Wald-. Während mehrerer Generationen waren die Herren von Kirneck hier als Kirch- und Patronatsherren ansässig. Ihre Burg, auf der Rottweiler Pürschgerichtskarte von 1564 gut zu erkennen, lag nahe der Kirche. Sie wurde 1465 von Kaspar von Kirneck an Freiherr Gottfried von Zimmern verkauft.

Dunningen war zunächst ein reichsunmittelbares Dorf mit eigenem Gericht. Im Jahr 1435 aber schworen die freien Angehörigen der Gemeinde, die Stadt Rottweil als Herrin anzuerkennen. Der Stadt stand nunmehr die hohe und niedrige Gerichtsbarkeit zu, währende die Gemeinde Schultheiß und Richter einsetzte. Der Dreißigjährige Krieg brachte vor allem im Jahr 1643 große Not über das Dorf, das hernach statt 103 nur noch 24 Bauernhäuser zählte. Auch 1736 und 1786 wurde der Ort von schweren Bränden heimgesucht.

Im Jahre 1803 fiel Dunningen an Württemberg und wurde in das Oberamt Rottweil eingegliedert.

Mit Stolz denkt man an die drei berühmtesten Söhne der Gemeinde, an Landolin Ohnmacht (1760-1864), der hauptsächlich in Straßburg als Bildhauer wirkte, an Jacob Mayer ( 1813-1875), der den Stahlformguss erfand und den "Bochumer Verein für Bergbau und Gussstahlfabrikation" gründete, und an den sozialdemokratischen Politiker Emil Maier (1876-1932), der anfangs der 30er Jahre Innenminister im damaligen Land Baden war.

Nach dem 2. Weltkrieg wuchs Dunningen zu einem bedeutenden Mittelpunkt der Schwarzwaldvorebene heran.

Im Zuge der Verwaltungsneugliederung der siebziger Jahre, wurden die Ortschaften Lackendorf und Seedorf eingegliedert.
Der kleinste Ortsteil Dunningens, Lackendorf, ist eine frühmittelalterliche Siedlung, die ihren Namen dem althochdeutschen Wort "Lacha", was soviel bedeutet wie "stehendes Wasser in einem Flussbett", verdankt. Der Name Lackendorf wird 1339 erstmals auf einer privaten Kaufurkunde erwähnt, doch lassen zwei keltische Grabhügel im Händelbrunner Harzwald auf eine frühe Besiedelung schließen.

Im Jahre 1351 sind die Brüder Heinrich und Konrad Schappel als Besitzer eines Gutes in Lackendorf nachzuweisen. Dieser aus Rottweil stammenden Familie gelang es im Laufe der Zeit, größere Teile des Dorfes und des Gerichtes als Lehen von den Grafen von Württemberg an sich zu bringen. Schließlich wurde 1426 das ganze Gericht an Kaspar Schappel verliehen. Als im Jahre 1513 die Schappel im Mannesstamm ausstarben, verlieh Herzog Ulrich von Württemberg (1498-1550) das Lehen an Hans Sebastian Ifflinger, der auf Burg Granegg bei Niedereschach seinen Stammsitz hatte. Das gesamte Gut umfasst über 2000 Morgen (rund 630 ha) Land. Doch trotz dieses großen Besitzes waren die Ifflinger zeitweise "Bettelbarone". Der 30jährige Krieg zog auch Lackendorf schwer in Mitleidenschaft. Graf Hansjakob II. von Ifflingen klagte 1631, dass seine Untertanen verarmt, niedergehauen oder vor Hunger gestorben sind. Auch die Siedlung "Händelbrunn" (1418 als Hennelbrunn urkundlich erwähnt) ist in dieser kriegerischen Zeit verödet und verfallen. Während ihrer Herrschaft besaßen die Ifflinger in Lackendorf das "hohe Haus" und daneben ein Haus mit einer Scheuer. Ersteres wurde 1712 verkauft, an die Stelle des zweiten Hauses bauten sie 1733 ein kleines Schloss, das aber 1813 von der Gemeinde wieder abgerissen wurde. Zwischenzeitlich war der Ort im Jahre 1805 dem neugebildeten württembergischen Gebiet zugeschlagen worden.

Wie überall litten auch die Bewohner von Lackendorf zwischen 1800 und 1850 unter mehreren Hungersnöten, die auf Missernten , aber auch auf einen raschen Bevölkerungszuwachs zurückzuführen waren.

Erst im Laufe der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts besserte sich die Ernährungssituation erheblich. Durch den Übergang von der Dreifelderwirtschaft zur Fruchtwechselwirtschaft konnte die Ackerfläche mehr als verdoppelt werden. Von Bedeutung war in dieser Zeit auch die Hausindustrie. In Lackendorf, das im Jahre 1900 rund 250 Einwohner hatte, arbeitet man für die Silberkettenfabrik Härdtner in Locherhof, die auch Filialen in Dunningen und Stetten hatte.

Kirchlich war Lackendorf nie selbständig, sondern zunächst eine Filialkirchengemeinde von Mariazell, ab 1821 von Stetten und seit 1979 von Dunningen. Im Jahre 1908 wurde das alten Kirchlein (erbaut 1622) abgebrochen. Eine neue Kirche, dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht, wurde errichtet.
Die ältesten Siedlungsspuren auf Seedorfer Markung sind Reste römischer Gutshöfe und der römischen Straße vom Kastell Waldmössingen nach Arae Flaviae (Rottweil). Die Namensendung "-dorf" lässt auf eine Ortsgründung schließen, lange nach der alemannischen Landnahme, vielleicht im 7. Jahrhundert. Möglicherweise lag der Ort anfangs weiter östlich auf der Flur Altdorf, wo alemannische Steinplattengräber und eine Goldmünze (Brakteat) gefunden wurden. Zwei inzwischen trockengelegte Karstseen geben dem Ort seinen Namen. Die Erstnennung "Seedorf" findet sich neben derselben Dunningens in der Urkunde Graf Gerolds von 786. Seine Erbin, die Klosterfrau Ata, bestätigte 797 die Schenkung Seedorfs an St. Gallen. Als Kaiser Heinrich II. das Bistum Bamberg gründete, stiftete er zu dessen Erhaltung 1007 unter anderem auch Seedorf. Aus dieser Zeit ist ein edelfreier Ortsadel nachgewiesen; die Herren von Seedorf erbauten eine (später abgegangene) stattliche Wasserburg. Die bambergischen Besitzrechte gingen allmählich auf regionalen Adel und auf Rottweiler Patrizier über, um im 14. Jahrhundert in die Hand des Hauses Zimmern zu kommen. Die Herren von Zimmern nutzten das Wasserschloss als Zweitwohnsitz, Witwenwohnsitz und zeitweise auch als Regierungssitz ihrer "Herrschaft vor Wald". Durch die Stiftung einer Kaplanei für die Schlosskapelle hatte Seedorf seit 1432 eigene Ortsgeistliche.

Im Bauernkrieg 1525 taten sich die Seedorfer als Aufrührer hervor. Nach dem Aussterben des Zimmernschen Mannesstammes verkauften die Erbinnen 1595 das Dorf an die Reichsstadt Rottweil. 1695 wurde die noch erhaltene Agatha-Kapelle erbaut. Sowohl im Dreißigjährigen Krieg als auch in den Erbfolge-, Raub- und Revolutionskriegen des 17. und 18. Jahrhunderts hatte Seedorf schwer zu leben.

Durch die napoleonischen Umwälzungen fiel es 1803 mit Rottweil an Württemberg. 1844 wurde die jetzige Pfarrkirche erbaut.

Der rein bäuerliche Ort erfuhr im 19. Jahrhundert eine starke Umwandlung: Der Aufhebung der Leibeigenschaft folgte die Ablösung des "Zehnten". Dann kamen mit Weberei und Strohflechterei zusätzliche Erwerbesmöglichkeiten ins Dorf, schließlich fanden die Bewohner Arbeit in den aufstrebenden Fabriken Oberndorfs, Schrambergs und Rottweils. Anfang des 20. Jahrhunderts hielten fließendes Wasser und elektrischer Strom ihren Einzug, und seit 1945 veränderte die Revolutionierung des Verkehrswesens mit Autos und asphaltierten Straßen die Lebensgewohnheiten.
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