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Ein Vortrag am 15.11.2019 zur regionalen Demokratiegeschichte - Bürgerrechte für die Armen


Ein Vortrag zur regionalen Demokratiegeschichte
 
Bürgerrechte für die Armen?
Kampf um Teilhabe an Allmende und Gemeinde
 
In der Reihe der Dunninger Thementage 2019 „Demokratie, Politik, Zukunft“ hält der aus Dunningen stammende Historiker und Archivar Dr. Edwin Ernst Weber am kommenden Freitag, 15. November 2019, 19.30 Uhr, in der Cafeteria des Seniorenzentrums Eschachtreff in Seedorf einen Vortrag unter dem Titel „Bürgerrechte für die Armen? Innerdörfliche Sozialkonflikte um die Teilhabe an Genossenschaft und Gemeinde in Dunningen und Seedorf im 17. und 18. Jahrhundert“. Ausgehend von einer Beschreibung der herrschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kommunalen Verhältnisse in den beiden Untertanendörfern der Reichsstadt Rottweil und ergänzend des benachbarten ritterschaftlichen Dorfes Lackendorf vor 250 Jahren schildert Weber den langwierigen Kampf der Kleinbauern und Taglöhner in den Dörfern um Nutzungsrechte an den umfangreichen Allmenden und Waldungen sowie um Mitbestimmung in den von den landbesitzenden Bauern bestimmen kommunalen Entscheidungsgremien der Gemeindeversammlung und des Dorfgerichts. Der Referent ordnet die Sozial- und Teilhabekämpfe in den Dörfern an der Eschach ein in das protodemokratische Streben nach Partizipation und Mitbestimmung für immer breitere Kreise der Bevölkerung unabhängig von überkommenen Privilegien und Besitzrechten in Südwestdeutschland und insgesamt in Europa.
 
 
Abbildung
Die älteste Abbildung von Dunningen auf der Rottweiler Pürschgerichtskarte von 1564 (Vorlage und Foto: Stadtarchiv Rottweil)Bilder Bürgerrechte